Logbucheintrag 2016,0607

Mission: ein Tag am Atlantik
Etappe: der Planet brennt
Ziel: Cliffs of Moher II

Weil es am Cliff of Moher so wunderschön ist, bleiben wir einen weitern Tag in Doolin. Beim traditional Irish breakfast, buchen wir online eine Fähtfahrt zu den Cliffs of Moher, denn von unten hat man meist eine andere Perspektive auf die Landschaft, das gleiche gilt für die Sicht von oben, doch dazu später mehr.

Um das schwere Frühstück zu verdauen wandern wir am Atlantik entlang der Burren. Die Burren ist ein ungefähr 250 km² großes Kalksteingebiet. Die Oberfläche des Burren ist durch etwa knietiefe Karren in rechteckige Felder gegliedert. Sie wurden durch Oberflächenwasser gebildet, das sich noch immer nach stärkeren Regenfällen sammelt. Auch horizontal haben sich die Platten durch Klüftung die Clints, voneinander getrennt. Beim Lauf über das Plateau knackt etwa jede 25. Platte, weil sie sich von ihrer Auflage gelöst hat. Die losen Kalksteinplatten haben Stärken zwischen 15 und 25 cm und wurden beim Bau der älteren Steindenkmäler verwendet.

Als wir drüber laufen knackt nichts unter unseren Füßen, sind aber dennoch von dieser Naturgewalt beeindruckt – noch mehr beeindruckt mich aber das in den kleinsten Ritzen eine unglaubliche Fauna entsteht – das kann auch nur auf der grünen Insel möglich sein.

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Um 17:15 entern wir pünklich die Fähre die uns auf einem einstündigek Bootstrip an die Cliffs of Moher schippert, seekrank darf man hier nicht sein, der Kahn schaukelt ganz schön…

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Der Kutter manövriert gekonnt an den Felsmonolith heran, der einer Heerschar an Vögeln einen Nistplatz bietet.

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Abends lassen wir noch die Drohne am Cliff steigen, es eröffnet uns einen gigantischen Blick auf sich zusammenbrauende Nebel- bzw. Wolkenbänke. Ich bin sprachlos….

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Anderer Orten muß man das Bedeutende suchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt. Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder! Und dann ist man abends müde und erschöpft vom Schauen und Staunen.
Johann Wolfgang von Goethe